Neue Broschüre

16.10.26, 15:00
Dörte Staudt
Broschüre Dinlang.Armut.online.pic

„Armut hat viele Gesichter. Hilfe auch.“

Neue Broschüre zeigt Wege zu Unterstützung

 

Rhein-Sieg-Kreis. Das Geld reicht trotz des Nebenjobs nicht. Nach einer Trennung wird die Wohnung zu teuer. Schulden wachsen über Raten, Verträge und Dispo. Oder ein junger Mensch schläft abwechselnd bei Freunden und Bekannten und ist damit wohnungslos, obwohl er nicht auf der Straße lebt.

Armut hat viele Gesichter – und gerade für junge Menschen ist oft schwer zu erkennen, welche Unterstützung ihnen zusteht und an wen sie sich wenden können.

Zum Auftakt der Armutswoche veröffentlichen der Caritasverband Rhein-Sieg e.V., der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Bonn und Rhein-Sieg-Kreis (SkF) sowie der SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste im Rhein-Sieg-Kreis e.V. deshalb gemeinsam die neue Broschüre „Armut hat viele Gesichter. Hilfe auch.“

Entstanden ist das kleine Heft aus der täglichen Arbeit der von allen drei Verbänden angebotenen Allgemeinen Sozialberatung. Alle hier tätigen Mitarbeiterinnen erleben im Beratungsalltag, wie unterschiedlich finanzielle Notlagen entstehen können – und dass viele Menschen lange versuchen, allein zurechtzukommen, weil sie ihre Unterstützungsmöglichkeiten nicht kennen.

Sieben beispielhafte Situationen stellt die Broschüre vor: Studium und knappe Finanzen, Arbeitslosigkeit in einer jungen Familie, der Auszug aus dem Elternhaus, Wohnungslosigkeit, Schulden, ungleiche Bildungschancen und die finanzielle Situation nach einer Trennung. 

Nach dem Prinzip „Was jetzt?“ und „Hier gibt’s Hilfe“ zeigt die Broschüre mögliche nächste Schritte und nennt Anlaufstellen – etwa Sozial- und Schuldnerberatung, Jobcenter, Agentur für Arbeit, Jugendamt oder Wohngeldstelle. Sie ersetzt keine persönliche Beratung, sondern soll einen ersten Zugang schaffen: die eigene Situation wiedererkennen, erfahren, dass Unterstützung möglich ist, und wissen, wohin man sich wenden kann.

Das Heft wird künftig an vielen öffentlich zugänglichen Stellen im Rhein-Sieg-Kreis ausliegen, unter anderem in Lotsenpunkten, Jobcentern und Bibliotheken. Wer nicht weiß, welche Stelle die richtige ist, kann sich direkt an eine der drei Allgemeinen Sozialberatungen wenden.