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Vielfalt. viel wert.

Vorurteile abbauen und Potentiale nutzen

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…dunkelhäutig, single, religiös, mit Handicap, homosexuell, weiß…

„vielfalt. viel wert.“ – das ist das Motto einer Caritas-Kampagne, die die Vielfalt der Gesellschaft nicht nur hinnehmen möchte, sondern sie wertschätzt und lebt.

Durch vielseitige Projekte im gesamten Rhein-Sieg-Kreis und mit unterschiedlichen Akteuren und Aktionen in den Bereichen Kunst und Kultur sollen Menschen miteinander ins Gespräch kommen und aktiv werden, um Vorurteile abzubauen und Potentiale zu nutzen.

Die Kampagne wurde vom Diözesancaritasverband in Köln ins Leben gerufen und ist mittlerweile in acht Caritasverbänden mit verschiedenen Projekten vertreten. Seit April 2016 gibt es das Projekt „vielfalt. viel wert“ auch bei der Caritas im Rhein-Sieg-Kreis.

Sie haben Ideen zum Thema Vielfalt, möchten Begegnungen schaffen oder Projekte in die Tat umsetzen? Sie sind auf der Suche nach Kooperationspartnern?

Kommen Sie gerne auf mich zu!

Theaterprojekt (c) Pixabay

Hast du Lust auf Theater? Und hättest du Spaß daran, ein ganz eigenes und persönliches Theaterstück  gemeinsam mit anderen zu entwickeln? 
Wir laden Jugendliche, junge oder auch nicht mehr junge Erwachsene herzlich dazu ein. Vorkenntnisse  sind nicht notwendig. 

Wir freuen uns auf ein vielfältiges Ensemble, wir freuen uns auf dich! 

Unsere Geschichte: 

Ein Kreuzfahrtschiff im Pazifik legt an einer unbewohnten Insel für einen Tagesausflug an. Bei der Abfahrt fehlen unbemerkt einige Touristen und einige vom Service-Personal. Sie verbleiben ohne Gepäck, nur mit dem Nötigsten im Tagesrucksack, auf der Insel. Einen handy-Empfang gibt es auf der Insel nicht. Sehr unterschiedliche Menschen, unterschiedlichster Herkunft, unterschiedlichstes Lebensumfeld, Kultur, Biografie. Als die zurück Gelassenen ihre Situation am Strand endlich bemerken, reagiert jede und jeder von ihnen anders: einige fürchten sich. Andere sind neugierig auf ein Leben auf der wilden Insel. Manche wollen direkt tätig werden und nach Nahrung suchen, ein Feuer machen, Behausungen bauen. Einige versuchen, die Einzelnen zusammen zu holen, um gemeinsam zu schauen, wie sie die Herausforderungen am besten bewältigen können.

So weit der Anfang der Geschichte. Alles weitere entwickeln die Mitspielenden aus der Improvisation.

Gesetzt ist die Herausforderung, ein gutes Ende für die Geschichte zu finden: wie kann es gelingen, dass die Gestrandeten überleben? Wie kann aus vielen sehr unterschiedlichen Einzelpersönlichkeiten trotz allem eine Gruppe werden?

Nimm ganz einfach Kontakt auf:

Monika Timme:        TheaPaed@freilichtbuehnealfter.de 
Leonie Scharff:         0152 22845 555

Im März 2024 werden die Haupt- und Generalprobe stattfinden, am Samstag, 16. März, gibt es die Premiere, am 17. März 2024 eine zweite Aufführung. 

Die genauen Termine sind:

Donnerstag, 19.10.23 von 18 – 20 h
Donnerstag, 26.10.23 von 18 – 20 h
Donnerstag, 09.11.23 von 18 – 20 h
Donnerstag, 16.11.23 von 18 – 20 h
Donnerstag, 23.11.23 von 18 – 20 h
Donnerstag, 30.11.23 von 18 – 20 h
Donnerstag, 07.12.23 von 18 – 20 h
Samstag, 09.12. von 12 – 15 h Theater und Musik
Donnerstag, 14.12.23 von 18 – 20 h
Donnerstag, 21.12.23 von 18 – 20 h
Donnerstag, 11.01.24 von 18 – 20 h
Donnerstag, 18.01.24 von 18 – 20 h
Donnerstag, 25.01.24 von 18 – 20 h
Donnerstag, 01.02.24 von 18 – 20 h
Donnerstag, 15.02.24 von 18 – 20 h
Donnerstag, 22.02.24 von 18 – 20 h
Samstag, 24.02.24 von 12 – 17 h
Sonntag, 25.02.24 von 12 – 17 h
Donnerstag, 29.02.24 von 18 – 20 h
Samstag, 02.03.24 von 12 – 18 h
Samstag, 03.03.24 von 12 – 17 h Durchgangsprobe
Donnerstag, 07.03.24 von 18 – 20 h
Donnerstag, 14.03.24 Hauptprobe
Freitag, 15.03.24 öffentliche Generalprobe
Samstag, 16.03.24 Premiere
Sonntag, 17.03.24 2. Aufführung
Donnerstag, 21.03.24  18 – 20 h Ensemble Abschluss-Runde

Ein Projekt der Jugendförderung Bornheim, des Rhein-Sieg-Kreises und der Kreisjugendpflege Alfter, Caritas-Kampagne "vielfalt.viel wert" und der Fluthilfe Swisttal und der Freilichtbühne Alfter e.V.

 

Kuchen und Kaffee in Lohmar (c) Pixabay

Jeden Donnerstag von 14-16 Uhr im "KoBeCa", dem Kontakt- und Beratungs-Café in Lohmar, gibt es Kaffee, Kuchen und Beratung zu verschiedenen Themen wie: Migration, Behörden, Jobcenter und Sozialämter, seelischer Gesundheit und psychische Erkrankung.

Eingeladen sind alle, die Kontakte suchen und ins Gespräch kommen wollen.


Wo? Im Pfarrzentrum Kirchstraße 26 in Lohmar

Mit dabei sind das Psychosoziale Zentrum der Diakonie, der Sozialdienst katholischer Frauen, der Caritasverband Rhein-Sieg e.V., der Lotsenpunkt Lohmar, die Kampagne "Vielfalt.viel wert" sowie die Katholische Kirchengemeinde Lohmar. 

Kind in Balance (c) istock/Slava Olschweskaya

„Zauberwerk“: Jede und jeder mit und ohne Erfahrung ist willkommen, an der Nähmaschine Zauberhaftes zu schaffen. Die Zauberwerkerinnen arbeiten derzeit sehr gerne an sozialen Projekten. Sie nähen Herzkissen für an Brustkrebs erkrankte Frauen oder Kinderkleidung für "Frühchen".

Jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr im Marienheim, Bambergstraße 39 in Siegburg.

 

„Upcycling“, das ist ein modernes Wort für eine uralte Idee. In der Nachkriegsnot ribbelten unsere Großeltern Herrenpullovern auf und strickten aus der gebrauchten Wolle Kindermützchen oder werkelten aus Soldatenhelmen Kochsiebe.

Heute ist es oft nicht der Mangel, der die neue Begeisterung für das Upcycling erklärt. Es ist der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit, nach einem Gegengewicht zur Wegwerf- und Überflussgesellschaft. Dazu kommt die pure Freude an der Kreativität, die aus jedem Werkstück ein Unikat macht. Mit „Zauberwerk“ soll noch eine weitere Facette hinzugefügt werden: Caritas und SKM wollen einen Raum schaffen, in dem Integration ganz beiläufig und selbstverständlich geschehen kann.Zugewanderte Menschen, zum Beispiel aus der nahen Flüchtlingsunterkunft in der Siegburger Nordstadt ebenso wie alle Anwohnerinnen und Anwohner im Quartier rund um die Annokirche sind herzlich eingeladen.

 

Willkommenscafé (c) Pixabay

Für Begegnungen, Kaffee, Spiele und vieles mehr steht das "Willkommenscafé" in Bornheim. Eingeladen sind alle Menschen, die Lust auf Kontakte haben. 


Mehr Informationen gibt es unter der E-Mail-Adresse willkommenscafe@t-online.de

 

Für dieses Angebot haben sich viele Träger zusammengetan: darunter das Katholische Bildungswerk, die Aktion Neue Nachbarn, die Integrationsagentur NRW, die Flüchtlingshilfe Bornheim, die Katholische Kirche in Alfter und Bornheim, die Katholische Jugendagentur oder der Jugendmigrationsdienst sowie die Initiative "Futur", der Caritasverband Rhein-Sieg e.V. mit seiner Kampagne "Vielfalt. viel wert"  und die Katholischen Familienzentren im Erzbistum Köln.

Collage Leonie Scharff (c) Leonie Scharff

Ein Kunstprojekt für geflüchtete KünstlerInnen bzw. Kunstinteressierte sowie Künstlerinnen und Künstler aus Meckenheim: In Workshops an vier Samstagen entstanden Bilder, die im Caritas–Haus, verbunden mit einer Ausstellungseröffnung gezeigt werden. Angeleitet wurde der Workshop durch die Künstlerin Consuelo Mendz aus dem Rhein-Sieg Kreis.

Unterschiedliche Menschen begegnen einander, über die Kunst entsteht ein Kontakt – ein wichtiger Baustein in der Integration. Ein Projekt der Flüchtlingssozialarbeit/Integrationshilfe der Stadt Meckenheim, des Fachdienstes Gemeindecaritas und
der Kampagne Vielfalt.viel wert des Caritasverbands Rhein-Sieg e.V.

Die Bilder wurden im Haus der Caritas in Meckenheim, Kirchplatz 1, 53340 Meckenheim gezeigt.

Stimmen aus dem Rhein-Sieg-Kreis: Eine Plakataktion zur Bundestagswahl

Stimmen aus dem Rhein-Sieg-Kreis ...

Die Corona-Pandemie hat uns alle ermüdet… und die ganzen Freiheits-Einschränkungen, bestimmt durch die Politik, haben vielleicht manche zweifeln lassen, wie es wohl um die Demokratie in Deutschland steht. Wir haben daher den Meinungsaufruf gestartet. Damit wir uns nochmal Gedanken darüber machen, was uns in unserer Demokratie wichtig ist. Auch oder vor allem in Anbetracht dessen, dass einige Menschen sich vielleicht gedacht haben, die Demokratie ist doch nicht das Richtige. Verschwörungstheorien und Populismus hatten wieder zugenommen. 

Am 26.9.21 ist Bundestagswahl. Die Kampagne "vielfalt. viel wert." möchte deshalb zeigen, warum Demokratie und demokratische Werte wichtig sind. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich dabei an dem Meinungsaufruf beteiligt. Ihre Einsendungen wurden auf dem Plakat zur Kampagne aufgenommen. 

Im Anschluss findet ihr alle weiteren Beiträge, die ihren Weg nicht auf das Plakat finden konnten. Jeder einzelne ist wichtig, manche davon sogar sehr künstlerisch. Sie kommen von den Menschen aus dem Rhein-Sieg-Kreis, aus allen Altersgruppen und jeder einzelne ist ein Statement #prodemokratie:

  • Schlagwörter
  • Mitbestimmungsrecht
  • Gerechtigkeit
  • Meinungsfreiheit
  • Willkommenskultur
  • Friedliches Miteinander
  • Keine Gewalt
  • Die Mehrheit bestimmt
  • Gleiche Regeln für alle
  • Gleiche Rechte und Pflichten für alle
  • Alle sind gleich
  • Keine Ausgrenzungen
  • Kein Rassismus oder Homophobie
  • Respekt
  • Hilfsbereitschaft/Courage
  • Abstimmung
  • Rücksichtnahme
  • Gerechte Infrastruktur (Internet, Essen, Kranken- und Arbeitslosenversicherung
  • Mehr Fokus auf das Tierwohl
  • Achtung und Respekt vor dem Leben
  • Anspruch auf Recht und Schutz durch Gesetze und Gerichte
  • Faire Benotung in der Schule
  • Bezahlbarer Wohnraum (Mieten reduzieren)
  • Kampf gegen Kriminalität und Waffen)
  • Wählen gehen
  • Nach Lösungen suchen
  • Möglichkeit des politischen Engagements
  • Aktives und Passives Wahlrecht für jeden
  • Toleranz
  • Akzeptanz
  • Bereitschaft zu Engagement
  • Eigeninitiative
  • Eigenverantwortung
  • Bereitschaft zuzuhören und miteinander zu reden
  • Lebensfreude
  • Vielfalt
  • Gemeinsinn

Sätze oder Statements

Wir haben Rechte – auch als Kinder (Kita JOhannesnest in Meckenheim): Recht auf Liebe, Bildung, Schutz, Informationen, Mitbestimmung, spielen, Bildung, Zuhause)
 Jeder muss als gutes Vorbild vorangehen
 Politiker sind die Stimme des Volkes, sie müssen sich für die Interessen der Bürger einsetzen
Demokratie ist Teilhabe an der Gesellschaft
Es bedeutet für mich, jeden Tag dazuzulernen und meinen Erfahrungshorizont zu erweitern
 Eine Gesellschaft kann nur wachsen und lebendig bleiben, wenn ein Meinungs- und Erfahrungsaustausch ungehindert fließen kann
 Menschen dürfen keine Angst haben unterdrückt zu werden. Dadurch wird der innere Frieden eines Landes aufrechterhalten
Bildung muss insbesondere für benachteiligte Bevölkerungsschichten mehr ausgebaut werden
Demokratie schafft den Rahmen und das „Spielfeld“, um Unterschiede nicht nur aushalten zu können, sondern an ihnen zu wachsen (Forum Wir für Inklusion in Meckenheim)
In der Demokratie verbindet VIELFALT die Menschen und trennt sie nicht (Forum Wir für Inklusion)
 Demokratie bedeutet Partizipation und dies wiederum bedeutet zunächst einmal Begegnung (Forum Wir für Inklusion)
Bürokratie sowie Standes- und Besitzstanddenken abbauen (Forum Wir für Inklusion)
Nur die Demokratie bietet die Möglichkeit und den Raum, gemeinsam in Vielfalt zu leben (Forum Wir für Inklusion)
Demokratie bedeutet für mich, dass alle die Gemeinschaft betreffenden Entscheidungen in letzter Instanz von der Gesellschaft selbst getroffen werden – Ich traue lieber der „Weisheit von Vielen“
Es kommt nicht darauf an, WER etwas macht, sondern WAS gemacht wird. Die Wahlen von politischen Parteien oder Personen hängt man zu hoch
Entscheidungen der Politik sollten auf Wunsch der Gemeinschaft von dieser bestätigt, verbessert oder abgelehnt werden können
Den Bürgern müssen Entscheidungen zugestanden werden (Auslandseinsätze Bundeswehr, Strafen für Verbrechen, Finanzierung öffentlicher Bauprojekte)
Der Starke schützt den Schwachen
 Menschen sollten sich nach Neugier, Temperament und Neigung entsprechend entwickeln dürfen
Individualität und Persönlichkeitsentwicklung stehen im Vordergrund bei gleichzeitiger Wahrung des Recht des Anderen
Demokratie ist ein sozialer Prozess
Demokratie braucht Lernen, Weiterbildung, Reflexion, Ausprobieren, Erfolgreich sein und Scheitern dürfen
In einer Demokratie sollte sich jeder offen und ehrlich einbringen
Der Begriff Demokratie sollte auch im Jahr 2021 noch mehr vom „politischen Sockel“ herunter in den Alltag geholt werden
Familienarbeit ist nicht = Frauenarbeit
Eine prozentuale Frauenquote diskriminiert alle beruflich qualifizierten Frauen
Sprache, Sprechen ist wichtig – nur so kann das Gegenüber erfahren, wie es einem geht
Wir als Bürger müssen die Demokratie tragen, [passiv und aktiv]
Demokratie heißt „Herrschaft des Volkes“ – also ist jeder einzelne als ein einzelner Teil des Volkes gefordert
Diktaturen oder absolutistische Despotien sind keine Alternativen – denn wo sollen die Erfolgsbeispiele zu finden sein?
Wir Bürger sind es, die unsere Demokratie leben, gestalten und schützen müssen – wer sonst sollte es tun?
Demokratie braucht Bürger und keine Untertanen
Ausgewogenheit und Abwägen, Besonnenheit und Beteiligung sind gefordert, damit unsere Demokratie nicht vertrocknet
Desinteresse und Ignoranz sind wesentliche Feinde der Demokratie
Demokratie ist nie „alternativlos“, die Alternativen sind doch in den meisten Ländern der Welt anschaulich zu besichtigen
Ohne Mindestinteresse und Mindestbildung funktioniert Demokratie nicht wirklich gut
Föderalismus ist prima, aber nicht für alles
Gesetze brauchen ein „Maximalhaltbarkeitsdatum“ nach dem sie automatisch verfallen, wenn sie nicht aktiv erneuert werden, damit sich unsere Volksvertreter regelmäßig wieder aktiv mit dem Sachverhalt beschäftigen müssen, um abwägend zu entscheiden, ob das jeweilige Gesetz wirklich noch oder noch identisch fortbestehen soll
Aktives Gestalten, ideenreicht, bedacht und schnell scheint unserer Verwaltung immer weniger zu liegen
 „die da oben“, nur durch uns und für uns, dafür DANKE
Wir leben in einem demokratischen Land, in dem Meinungsfreiheit selbstverständlich ist, soweit sie das Leben und die Achtung des Anderen nicht gefährdet
Wir Bürger sollten immer darauf achten, dass diese freiheitliche Demokratie erhalten bleibt, deshalb sollten sich die Bürger bei Wahlen vergewissern, dass sie die Partei wählen, die die freiheitliche Demokratie gewährleistet
Als Jahrgang 1937 weiß ich, wie schnell eine Demokratie in eine Diktatur wechseln kann und was danach geschieht (Krieg, mit fürchterlichen Folgen für verschiedene ethnische Gruppen, zerstörte Städte, Hungersnot.)
Für mich heißt Demokratie, ein friedliches Zusammenleben mit allen Menschen, gleichwohl welcher ethnischen Gruppe sie angehören, allerdings immer unter der Einhaltung der Regeln und Gesetze eines freien demokratischen Landes. Das heißt aufpassen.
Demokratie bedeutet es für mich, frei zu sein in der Gemeinschaft. Ich genieße jeden Tag das Gefühl von Freiheit (auch mit Maske), denn jeder Mensch kann sein, wie er oder sie ist, kann gehen, wohin und wie weit er/sie möchte, kann sagen was er/sie will. Ich wache morgens auf und lebe in Sicherheit. Demokratie ist ein Geschenk, was viele erst schätzen, wenn sie ihnen genommen wird.
Demokratie heißt Meinungen äußern zu dürfen, ohne dafür verurteilt zu werden
Demokratie bedeutet, dran zu glauben, dass Meinungsvielfalt letztlich das Leben jedes einzelnen und jeder einzelnen besser macht
Demokratie bedeutet, dass die Mehrheit über die Minderheit herrscht
Demokratie ist das, was wir in Deutschland haben
Man kann sich sicher fragen, was Demokratie ist, wozu sie gut ist. Aber vielleicht ist es effektiver, sich erstmal zu fragen, wie es wäre, wenn wir KEINE Demokratie hätten. Für mich eine erschreckende Vorstellung
Mit Deutschland sind wir eine der bestfunktionierenden Demokratien. Wir sind ein Rechtsstaat. Bezeichnung für einen Staat, in dem Regierung und Verwaltung nur im Rahmen der bestehenden Gesetze handeln dürfen. Die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger müssen garantiert sein, staatliche Entscheidungen müssen von unabhängigen Gerichten überprüft werden können. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Alle Menschen sind gleich wertvoll.
Demokratie ist, dass man auch eine andere Meinung akzeptiert, auch wenn sie einem nicht gefällt
Politisches Handeln hinterfragen und nicht einfach hinnehmen, wenn es als undemokratisch empfunden wird
Künstlerisches

Im Fadenkreuz
Unrecht, Pogrome, Lager und Krieg,
schlechter Traum vom arischen Sieg
Beendet vor über siebzig Jahren? 

Wohlstand, Vielfalt, Recht und Freiheit,
Friede und deutsch-deutsche Einheit:
Darf dieses Land beim Asylrecht sparen? 

Kreuzzüge, alter und neuer Faschismus,
Sozialismus und Kommunismus,
Höcke, Trump und Erdogan,
Blackwater, IS und die Taliban…

Schlaglichter alter wie neuer Gefahren!

Doch wenn uns Hoffen und Streben einigt,
- um Vorurteile und Hass bereinigt -
nach Frieden und Gerechtigkeit,
Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit,
nach Erkenntnis, Moral, Philantropie
vielleicht sogar nach Demokratie:

Dann hilft uns Gott, seine Welt zu bewahren!
So Gott will - Insha‘Allah - Be'ezrát Haschém - …

Thilo Plauges                                                                                               
Wachtberg, Januar 2021

Wortmeditation

D  ialog                               
E   rwartung
M ündigkeit
O  ffenheit
K  reativität
R  espekt
A  ufklärung
T  ransparenz
I   dealismus
E  chtheit

Botanische Gärten der Universität Bonn

Mitten in Bonn die Pflanzenwelt erleben, bewundern, in die Geschichte eintauchen, die Sinnen schärfen, Besonderheiten bestaunen, usw. Wo kann man die größte Blüte der Welt erleben, durch den Dinosaurierwald spazieren und lebendigen Fossilien betrachten?

Die Natur fasziniert. Egal aus welchem Kulturraum Menschen stammen oder welchen Alters sie sind, beeindruckt sie die  Größe und das Alter von Mammutbäumen, die „Raffinesse“ fleischfressender Pflanzen oder der selbstreinigende Effekt von Lotusblütenblättern gleichermaßen. Mit ihrer Einladung zu Führungen in den Botanischen Garten in Bonn erreichten die Kampagne „Vielfalt.viel wert.“ und der Fachdienst Gemeindecaritas deshalb Mütter mit ihren Kindern aus der Ukraine, aus Afghanistan und Ägypten, Teilnehmerinnen aus der Katholischen Frauengruppe Bornheim (kfd), Ehrenamtliche aus dem Siegburger Upcycling-Projekt sowie einen älteren Herrn aus Hennef. Sprachbarrieren überwand die Gruppe mit Händen und Füßen und zur Not auch mit dem Online-Übersetzer des Smartphones. Der Ausflug wurde von der Stiftung Rückenwind finanziert.  

 

Ausflug in den Botanischen Garten
Kickerturnier (c) Staudt

Digitalisierung des Arbeitsmarktes, Mietspiegel, Familienpolitik und Klimawandel: Das sind nur einige der Themen, mit denen sich Jugendliche und junge Erwachsene zunehmend besorgt beschäftigen. Dabei zeigt die Forschung: Politische Teilhabe und Gespräche mit zukünftigen Entscheidungsträger_innen können Zukunftsängsten und einer anwachsenden Politikverdrossenheit entgegenwirken.

Gemeinsam mit anderen Akteuren der Jugendarbeit organisierte die Kampagne "Vielfalt. viel wert" deshalb im Vorfeld der Landtagswahl ein Kicker-Turnier mit "Speed-Debating". Die jungen Teilnehmenden konnten gegen Vertreter_innen des Landtages oder Kandidat_innen  antreten und ihre politischen Fragen stelle, Kritik äußern oder einfach Spaß am Kickern haben.

„Hier kann einfach jeder Mensch so sein, wie er möchte, solange die Würde des anderen bewahrt bleibt“, sagt ein 37-Jähriger aus Nigeria. Es ist einer von vielen Sätzen, die zeigen: Man muss nicht in Bornheim geboren sein, um im Vorgebirge eine neue Heimat zu finden. Die Ausstellung „Die Welt hat viele Gesichter – Starke Menschen in Bornheim“ zeigt Bilder und Statements von zehn Menschen aus Bornheim. Sie  alle haben einen Migrationshintergrund, sie alle aber leben heute mit einem guten Gefühl in Bornheim. „Ich habe hier viele Freunde und Bekannte und das erste Mal erlebe ich richtigen Frieden“, sagt da etwa Inam aus Pakistan. 

Diese Menschen hat Engelbert Reineke, ehemals Fotograf der Bundesregierung (sein wohl berühmtestes Bild zeigt den Kniefall von Willy Brandt in Warschau), mit großem Einfühlungsvermögen porträtiert. 

Zurzeit entbrennen innerhalb der Gesellschaft hitzige  Diskussionen über das Thema Migration, die häufig den Blick auf den einzelnen Menschen, seine Geschichte und Individualität verlieren. Diesen Blick wollen wir wieder schärfen. Wir denken in dieser Ausstellung nicht in Defiziten, sondern wir zeigen Menschen so, wie sie sind, wie sie denken und fühlen. Menschen, die in unserer Mitte in Bornheim leben und mit ihren Stärken und Fähigkeiten zu einer gelingenden vielfältigen Gesellschaft beitragen. 

Gefördert wurde diese Ausstellung auch von der Stadt Bornheim. Sie spiegelt auch einen großen Teil ihrer Einwohnerschaft: Fast zehn Prozent der heutigen Bornheimen stammen aus 117 anderen  Nationen. 

Ihr Kontakt

Porträt Scharff.skaliert

Leonie Scharff

Wilhelmstraße 155-157
53721 Siegburg

Kreative Vielfalt

Projekte in Sachen Vielfalt? Jacqueline Wulff, eine der Caritas-Vielfalterinnen, berichtet von spannenden Kampagnen aus den ersten Jahren Vielfalt-Kampagne.

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