Flexibel mit Elterndiensten: Haus Elisabeth für familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik ausgezeichnet
NIEDERKASSEL. Kinderbetreuung oder die Unterstützung hilfsbedürftiger Angehörigen: Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist die To-Do-Liste nach der Erwerbs-Arbeit noch längst nicht abgearbeitet. Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, das bedeutet für sie nicht selten Stress. Um seinen Mitarbeitenden aus dem Haus Elisabeth Altenheim mit flexiblen Lösungen Erleichterung zu schaffen, hat sich das Caritas-Haus zum wiederholten Mal dem Audit der Gesellschaft „beruf und familie“ gestellt. Das Team unter der Leitung von Dennis Böhnke darf sich nun über die Re-Zertifizierung dieses Siegels freuen. „Wir haben so genannte Elterndienste eingerichtet“, so der Altenheim-Leiter. Damit ein Frühdienst nicht mit der Kita-Öffnung kollidiert, beginnt diese Schicht erst um 8 Uhr statt in aller Frühe. Im Betreuungsnotfall dürfen Kinder auch gerne einmal ihre Eltern oder Großeltern beim Dienst begleiten. Derzeit denkt die Belegschaft auch über den besten Inhalt für einen Spielkoffer für diese Spezialeinsätze nach, die anschaffen werden. Für die Bewohnerinnen und Bewohner ist dieses erfrischende Leben im Haus oft eine Bereicherung. Auch freuen sie sich, wenn hin und wieder Hunde – ausschließlich mit Impfbescheinigung vom Tierarzt – zu Besuch sind. Wenn Herrchen oder Frauchen ein Betreuungsproblem haben, dürfen sich auch ihre Vierbeiner vorübergehend unter einen Schreibtisch kuscheln.
Noch ein Thema: Das Ausfallmanagement, das sich seit mehreren Jahren bei der Pflegeplanung gut etabliert hat, wurde nun für das Team der Hauswirtschaft übernommen. Wer einen Tag frei hat, kann verlässlich mit diesem Tag planen. Bis auf die eine Person, die sich bis zum halben Vormittag für eventuelles Einspringen im „Stand by“ bereithält.
Nach der jüngsten Zertifizierung ist zugleich vor dem nächsten Audit von „beruf und familie“: Gemeinsam mit dem Auditor der Gesellschaft hat Dennis Böhnke bereits neue strategische Ziele abgesteckt. Zum Beispiel soll eine interne Austauschgruppe für Mitarbeitende, die zu Hause Angehörige pflegen, gegründet werden. Denn auch erfahrene Pflegekräfte haben viele Fragen, wenn es darum geht, welche Unterstützung ihnen und ihren Angehörigen zusteht – oder wie sich schlicht und einfach ein Alltag zwischen Kinder – und Elternsorge gestalten lässt.