„Hier kann einfach jeder Mensch so sein, wie er möchte, solange die Würde des anderen bewahrt bleibt“, sagt ein 37-Jähriger aus Nigeria. Es ist einer von vielen Sätzen, die zeigen: Man muss nicht in Bornheim geboren sein, um im Vorgebirge eine neue Heimat zu finden. Die Ausstellung „Die Welt hat viele Gesichter – Starke Menschen in Bornheim“ zeigt Bilder und Statements von zehn Menschen aus Bornheim. Sie alle haben einen Migrationshintergrund, sie alle aber leben heute mit einem guten Gefühl in Bornheim. „Ich habe hier viele Freunde und Bekannte und das erste Mal erlebe ich richtigen Frieden“, sagt da etwa Inam aus Pakistan.
Diese Menschen hat Engelbert Reineke, ehemals Fotograf der Bundesregierung (sein wohl berühmtestes Bild zeigt den Kniefall von Willy Brandt in Warschau), mit großem Einfühlungsvermögen porträtiert.
Zurzeit entbrennen innerhalb der Gesellschaft hitzige Diskussionen über das Thema Migration, die häufig den Blick auf den einzelnen Menschen, seine Geschichte und Individualität verlieren. Diesen Blick wollen wir wieder schärfen. Wir denken in dieser Ausstellung nicht in Defiziten, sondern wir zeigen Menschen so, wie sie sind, wie sie denken und fühlen. Menschen, die in unserer Mitte in Bornheim leben und mit ihren Stärken und Fähigkeiten zu einer gelingenden vielfältigen Gesellschaft beitragen.
Gefördert wurde diese Ausstellung auch von der Stadt Bornheim. Sie spiegelt auch einen großen Teil ihrer Einwohnerschaft: Fast zehn Prozent der heutigen Bornheimen stammen aus 117 anderen Nationen.